"X-tra schrill aus dem April" am 30.4.2019 im Pavillon Hannover!

Clubbing/ Szene



Neu und interessant...

22 Jahre der beste Start in den Mai

Kein Fake und doppelter Boden:

Das Special für die Community:

1 Historie & Ausblick

Szene

Hannover besitzt eine der am längsten organisierten schwul-lesbischen Szenen in Deutschland. Bereits Anfang der 1980er Jahre beginnt der Verein "Homosexuelle Emanzipation (Home) e.V." wertvolle Basisarbeit zu leisten. Hier werden Grundsteine einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung gelegt, die zehn Jahre später in der Bundesrepublik Deutschland als selbstverständlich gelten und auf breite Akzeptanz treffen.

Aus der sich ständig wandelnden Home-Gemeinschaft entwickeln sich in der Folgezeit unter Einbeziehung neuer Impulse aus der Szene viele weitere Initiativen, die schnell eigene Akzente setzen. Beispielhaft seien hier die Schwule Sau in der Nordstadt oder der inzwischen bundesweit bekannte Tummelplatz e.V. genannt.

Aber auch aus dem Home angeschlossenen Gruppen, wie dem ehemaligen Jugendtreff Grüne Tomaten, entstehen eigene Projekte, so z.B. das Team Schlampenfieber.

Parties und Events

Schon immer ist schwul-lesbische Kultur mit Parties ganz eigenem Charakters verbunden. Anfang der 1990er Jahre werden die "größeren" Veranstaltungen (max. 800 Personen) von den damaligen Trendsettern Schwule Sau und Home veranstaltet. Mit "When Night is falling" etabliert sich der gerade entstehende Tummelplatz mit einer eigenen Partyreihe im Pavillon am Raschplatz. Der Tummelplatz sorgt in der Anschlußzeit mit neuen Ideen und öffentlicher Präsentation (Tagesveranstaltungen zu Pfingsten auf dem Opernplatz und anschließenden Abendveranstaltungen in unterschiedlichsten Hallen der Stadt) für regen Zulauf in der Szene. Letztendlich liegt dies aber auch an dem Support der bereits bestehenden Initiativen, die über das Medium Tummelplatz auch sich selbst darstellen können und so die Vielfalt der Community aufzeigen.

Mitte der 90er gibt es dann im wesentlichen drei große Veranstaltungen: Im Februar schwul-lesbische Kulturtage des Home mit Lesungen, Rahmenprogramm und einer Abschluß-Abendveranstaltung am Samstag. Zu Pfingsten den Tummelplatz und die Nacht der Lüste und im November "When Night is falling". Mehr kann von den ehrenamtlichen Organisatoren, die stellenweise sogar ihren Jahresurlaub opfern, nicht geleistet werden.

Ergänzt werden diese drei großen Veranstaltungen allerdings immer wieder durch Highlights in der Schwulen Sau sowie durch Aktivitäten vieler anderer Gruppen. Kontinuität beweisen später hier das Team Schlampenfieber mit regelmäßigen Parties im UJZ Korn, dem Chez Heinz, u.a. Locations bei durchschnittlich 400 Gästen, sowie die in der Schwulen Sau gestartete "House Å Visite" mit gleichem Besucher-Potential.

Da für beide Veranstaltungsreihen die angestammten Locations zu klein werden, findet 1999 unter Federführung der House Å Visite eine vorübergehende Fusion der beiden Projekte statt, um gemeinsam in einem größeren Veranstaltungshaus unter zu kommen. Die erste Veranstaltung dieser Art wird im Dezember 1999 im Pavillon am Raschplatz durchgeführt und lockt fast 900 Besucher an.

Als aufgrund der Expo im Jahr 2000 der Tummelplatz zu Pfingsten ausfallen muß, präsentiert sich am Pfingstsonntag ebenfalls im Pavillon Schlampenfieber & House Å Visite fast 2000 Besuchern.

Durch geschicktes Eventmanagement, der Generation neuer Termin und der Nutzung weiterer Medien ist es jetzt gelungen, das Projekt zu einem der Trendsetter der Szene zu machen. Der Gast erlebt aufwendigste Veranstaltungstechnik, hintersinnige Deko und neue Konzepte für weitere Areas.

So wird auf Initiative der House Å Visite und zunächst gegen einige Widerstände in dem Veranstaltungshaus bei einem erstmals Ende September 2000 stattfindenden Event in einem dritten Bereich die Cocktail-Lounge etabliert, die heute fester Bestandteil jeder größeren Pavillon-Party ist. Teile des erfolgreichen DJ-Line-Ups der House Å Visite werden schnell auch von anderen Veranstaltern gebucht.

Zu den insgesamt sechs bis sieben großen Szene-Veranstaltungen im Jahr kommen jetzt jeweils über 2000 Personen. Das frische Auftreten der Schlampenfieber & House Å Visite Organisatoren wird darüber hinaus durch den dritten Platz beim Prinz Nightlife-Award 2000 für das beste Event der Stadt honoriert.

Bereits 1999 startet das Home zusammen mit dem House Å Visite-Initiator Manfred Klose das neue Projekt "X-tra schrill aus dem April", dem schwul-lesbischen Tanz in den Mai und ersetzt damit die Veranstaltungsreihen im Februar. Ein Schritt, der sich sehr positiv auf die Besucherzahlen auswirkt. Der Februar-Termin wird allerdings 2001 im Rahmen einer Schlampenfieber & House Å Visite Veranstaltung weiter genutzt. Hier sorgen die Organisatoren durch viele kleine Details dafür, daß diese Veranstaltung zu der bis dahin Erfolgreichsten avanciert. So kann sich das Projekt auch in diesem Jahr wieder einer Auszeichnung durch die Prinz-Leserschaft erfreuen.

Gegen Ende des Jahres 2001 läuft das Projekt Schlampenfieber wegen beruflicher Gründe vieler Beteiligter aus. Der Know-How-Träger engagiert sich dann schwerpunktmäßig für die "X-tra schrill aus dem April Party 2002" des Home, die mit 3.300 Besuchern ebenfalls die bis dahin bestbesuchteste Ausgabe wird.

Anschließend setzt eine Besinnungsphase ein. Es wird Bilanz gezogen und analysiert, welche Richtung zukünftig zu wählen ist. Als Ergebnis gibt es nun den "Luder Park". Diese schwul-lesbische Veranstaltungsreihe wird eines der führenden Projekte der nächsten Jahre im Großraum Hannover werden.

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